
Alkohol-Missbrauch, bekannte Hepatitis B oder C etc.
Die Bestimmung der Leberwerte (Transaminasen, γGT, GLDH, CHE, Bilirubin), der Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff), des Blutbildes und der Gerinnungswerte (Quick, PTT) ist für die Beurteilung der Leberfunktion und die Planung der Therapie wichtig.
Die Bestimmung der Tumormarker AFP (Alpha-Fetoprotein) ergibt bei etwa 80% der Leberzell-Karzinom-Patienten aus dem asiatischen Raum und bei etwa 60 % aus der westlichen Welt erhöhte Werte. Geringe AFP-Erhöhungen (10–400 ng/ml) werden auch während einer Leberregeneration bei Entzündungen der Leber (Hepatitiden) und Leberzirrhosen gefunden, so dass in diesem Bereich die Aussagekraft dieses Tumormarkers gering ist. Kleine Leberzell-Karzinome (400 ng/ml.
Ein konstant erhöhter AFP-Spiegel >400 ng/ml bei Patienten mit Leberzirrhose ist ein deutlicher Hinweis auf das Vorliegen eines Leberkrebses, während schwankend erhöhte AFP-Spiegel auch durch eine Leberregeneration (Erholung des Lebergewebes und er Leberfunktion) im Verlaufe einer Leberentzündung (Hepatitis) entstehen können.
Zur Labordiagnostik gehören zudem Untersuchungen auf Hepatitis-Viren.
Verwendet werden heute folgende Untersuchungs-Verfahren:
Die Unterscheidung von Leberknoten zu einem hoch differenzierten frühen Leberzell-Karzinom kann sehr schwierig sein, so dass mehrere bildgebende Verfahren notwendig sind. Empfohlen wird die Kombination von Ultraschall-Kontrastmittel-Untersuchung und Multidetektor-Computertomografie.
Eine Biopsie ist die Entnahme von etwas Lebergewebe zur Untersuchung unter einem Mikroskop. Die Biopsie kann während einer Laparoskopie (Bauchspiegelung) gemacht werden oder unter Ultraschall-Kontrolle mit einer feinen Nadel. Diese so genannte Feinnadel-Biopsie ist meist schmerzfrei und ungefährlich.
Verdächtige Raumforderungen in einer nicht-zirrhotischen Leber sollten in jedem Fall biopsiert werden. Raumforderungen in einer Leberzirrhose mit einer Größe <1 cm sollten engmaschig kontrolliert werden, da die Diagnose eines Leberzell-Karzinoms sowohl mit den bildgebenden Verfahren als auch durch die Histologie bei dieser Tumorgröße vor dem Hintergrund einer Leberzirrhose unsicher erscheint. Eine Raumforderung von 1–2 cm sollte zur histologischen Absicherung der Diagnose auf jeden Fall biopsiert werden.
Bei Tumoren >2 cm in einer Leberzirrhose, die sich entweder in 2 bildgebenden Verfahren als übermäßig stark mit Blutgefäßen versorgt bzw. durchblutet zeigen und mit einer Erhöhung des AFP >400 ng/ml einhergehen, kann auf eine Biopsie verzichtet werden. In diesen beiden Fällen kann die sichere Diagnose auch ohne mikroskopische Gewebeuntersuchung gestellt werden.