Screening


Beim Leberkrebs-Screening werden im Vergleich zum Screening auf andere Tumorerkrankungen keine gesunden Personen untersucht. Die Patienten beim Leberkrebs-Screening leiden bereits seit vielen Jahren an einer schweren Lebererkrankung wie chronischer Hepatitis oder Leberzirrhose.

Ziel des Screenings ist die Früherkennung eines Leberzell-Karzinoms. Trotz fehlender aussagekräftiger und gesicherter (evidenzbasierter) Daten zur Wirksamkeit des Leberkrebs-Screenings ist dieses heute in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens Realität. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass das Screening sinnvoll bzw. ein Verzicht auf das Screening nicht zu verantworten ist.

Nach den Empfehlungen der EASL („European Association of the Liver“) sollten halbjährlich bei allen Patienten mit hohem Leberkrebs-Risiko eine Ultraschall-Untersuchung und ein AFP-Bestimmung erfolgen.

Hochrisiko-Personen sind Personen mit chronischer Virushepatitis und fortgeschrittener Fibrose (krankhafte Vermehrung von Bindegewebe) in der Leberbiopsie sowie alle Patienten mit Leberzirrhose. Andererseits sollen nur die Personen teilnehmen, die auch einer heilenden (kurativen) Therapie zugänglich sind und keine Kontraindikationen aufweisen (d. h. Resektion und Transplantation).

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