Das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, ist erhöht, wenn folgende, so genannte Risikofaktoren bestehen:
- Leberzirrhose: Eine Leberzirrhose entsteht, wenn Leberzellen geschädigt sind und durch funktionsunfähiges Gewebe ersetzt werden. Häufigste Ursache der Leberzirrhose ist in Europa und den USA der Alkohol-Missbrauch. Weitere Ursachen sind virale Leberentzündungen, die so genannte Hämochromatose und andere, sehr seltene chronische Erkrankungen der Leber. Etwa 80 % der Patienten mit Leberzirrhose bekommen ein Leberzell-Karzinom.
- Leberentzündungen (Hepatitis B und C): Virale Leberentzündungen durch so genannte Hepatitis-Viren sind der wichtigste Risikofaktor für das Leberzell-Karzinom. Träger des Hepatitis-B-Virus haben ein bis zu hundertfach erhöhtes Risiko für ein Leberzell-Karzinom.
- nicht-alkoholische Fettleber
- Hämochromatose (krankhafte Eisenspeicherung im Organismus)
- Zigarettenrauchen
- Alkohol-Missbrauch
- Pilzgifte (Aflatoxin, Gift des Pilzes Aspergillus flavus, der auf Getreide, Erdnüssen und anderen Nahrungsmitteln bei feuchtem Klima wächst)
- anabole Steroide
- Mangel an Alpha-1-Antitrypsin, einem körpereigenen Eiweiß
- Thorotrast, ein nicht mehr verwendetes Röntgenkontrastmittel
- Vergiftungen mit Vinylchlorid (Monomer des PVC) und Arsen
- männliches Geschlecht
- Alter: In Europa und in den USA erkranken die Menschen meist in einem Alter über 60 Jahre.