Nach einer neuen Studie hat sich in den USA die Häufigkeit des Leberzell-Krebses zwischen 1975 und 2005 verdreifacht. Die so genannte Inzidenz stieg von 1,6 Leberkrebs-Fällen pro 100.000 Menschen auf 4,9. Die Wissenschaftler haben zudem festgestellt, dass Fünf-Jahres-Überlebensraten sich zwischen 1992 und 2005 eindeutig verbessert haben, zum Teil wohl, weil der Leberkrebs früher erkannt wird und die Patienten daher auch früher behandelt werden.
Die Zunahme des Leberzell-Karzinoms ist möglicherweise eine Folge der gestiegenen Häufigkeit der Hepatitis C, einem der Risikofaktoren für primären Leberkrebs, vermutet Dr. Sean Altekruse, der Leiter der Studie.Weitere Faktoren, die zu dem vermehrten Auftreten beigetragen haben könnten, sind nach Aussage des Wissenschaftlers unter anderen schwerer Alkoholkonsum, Übergewicht und Diabetes mellitus. Die Ein-Jahres-Überlebensraten haben sich, so ein weiteres Ergebnisse der Studie, zwischen 1992 und 2005 fast verdoppelt, und zwar von 25 auf 47 %.
Krebspatienten sollen vom Sommer an eine neue Internet-Plattform und eine einheitliche Telefonnummer für unabhängige Informationen erhalten. Das hat Marion Caspers-Merk, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, auf der ersten Nationalen Krebskonferenz in Berlin angekündigt, wie die Nachrichtenagentur „dpa“ gemeldet hat.
Der Nationale Krebsplan sieht außerdem flächendeckende, einheitliche Krebsregister vor. Geplant ist auch, die Früherkennung zu verbessern und stärker auf psychische Probleme von Krebspatienten einzugehen.
Nach Angaben von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 436.000 Menschen an Krebs – das sind 1.200 neue Patienten pro Tag. Mehr als 200.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an Krebs. Damit sind Tumorerkrankungen nach Herz-Kreislauf-Leiden die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Die Zahl der Krebserkrankungen wird in einer alternden Gesellschaft weiter ansteigen.